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Sprachfragen

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Häufige Fragen - Wie erfahren EU-Parlamentarier die Übersetzungs- und Dolmetscherdienste?


Cecilia Malmström (Schweden)

Das Übersetzen und Dolmetschen funktioniert gut, aber die Probleme verstärken sich. Die schriftliche Übersetzung ist für gewöhnlich die mit den wenigsten Problemen, aber da haben die Übersetzer ja auch mehr Zeit. Das Simultandolmetschen für kleinere Sprachen hat seine Probleme. Ins Schwedische zu dolmetschen stellt normalerweise kein Problem dar, aber beim Dolmetschen aus dem Schwedischen treten manchmal Schwierigkeiten auf. Ich habe zu oft erlebt, dass meine Aussagen missverstanden oder falsch interpretiert wurde. Leider sehen wir nun, wie mehr und mehr Schweden, Finnen, Niederländer usw. während der Sitzungen Englisch sprechen, um nicht missverstanden zu werden. Wir haben ein Problem wegen der schlechten Schwedischkenntnisse von Dolmetschern, die keine Schweden sind und aus dem Schwedischen dolmetschen. Da treten oft Missverständnisse auf, was ich sehr bedaure. Ich versuche, während der Plenarsitzungen Schwedisch zu sprechen (nicht immer während der kleineren Treffen), aber mehrere meiner Kollegen haben resigniert und sprechen Englisch.


Fiona Hall (Großbritannien)

Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mit Übersetzungen ins Englische, aber ich bin mir bewusst, dass meine Kollegen aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten regelmäßig Nachteile wegen einer fehlenden Übersetzung in ihre eigene Sprache haben, besonders wenn wenig Zeit zum Übersetzen ist (zum Beispiel bei Änderungsanträgen).


Ilda Figueiredo (Portugal)

Es gibt gute und schlechte Erfahrungen. Sehr gutes Simultandolmetschen in verschiedenen Sprachen gibt es während der Debatten und in der Kommission, und das erleichtert uns das Leben sehr. Man könnte ohne die Unterstützung durch Übersetzung und Dolmetschen in 20 Sprachen gar nicht arbeiten. Jedoch kommen manchmal fehlerhafte Übersetzungen vor, sei es dadurch, dass unsere Gedankengänge nicht selbstverständlich sind oder weil der Dolmetscher sie falsch verstanden hat, oder aber auch durch Zeitmangel, was häufig bei schriftlichen Übersetzungen vorkommt. Es kam schon vor, dass ein schriftlicher Bericht das Gegenteil von dem ausdrückte, was ich auf portugiesisch gesagt hatte. Aber im Allgemeinen ist es korrekt und für uns auf jeden Fall eine sehr wichtige Arbeit. Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, weiterhin in eine ständige Weiterbildung der Dolmetscher und Übersetzer durch unbefristete Arbeitsverträge im Europäischen Parlament und den übrigen EU-Institutionen zu investieren.


Jonas Sjostedt (Schweden)

Meiner Meinung nach funktioniert das Übersetzen und Dolmetschen ziemlich gut im Parlament. Aber es ist klar, dass diese Dienste für die großen Sprachen besser sind, das gilt sowohl für Qualität als auch für Geschwindigkeit, wenn es um schriftliche Übersetzungen geht. Manchmal ist die Übersetzung aus dem Schwedischen so schlecht, dass Fehler auftreten. Die Übersetzung ins Schwedische ist jedoch immer von hoher Qualität.


Johan Vanheck (Niederlande)

Ich finde die Qualität der holländischen Übersetzungs- und Dolmetschdienste herausragend. Über die Übersetzung in andere Sprachen kann ich leider nicht urteilen.


Mia Devits (Niederlande)

Die Arbeit mit zwanzig Sprachen ist eine Herausforderung. Die Dolmetscher machen dabei eine sehr gute Arbeit. Die Qualität der Übersetzungen ist sehr gut, obwohl manchmal etwas verloren geht, vor allem, wenn man von einer "kleinen" Sprache via Relais in andere Sprachen übersetzen muss. Aber das ist wahrscheinlich unvermeidbar. Was mich erstaunt ist, dass die Übersetzung von Dokumenten relativ langsam erfolgt.


Frieda Brepoels (Niederlande)

Was den Sprachgebrauch und die Übersetzungsdienste des Europaparlaments betrifft, kann ich mich sehr kurz fassen. Wir sind sehr zufrieden. Alle offiziellen Dokumente sind (meistens rechtzeitig) in der eigenen Sprache verfügbar und die Qualität des Dolmetschens in den verschiedenen Sitzungen des Parlaments ist hoch.

Was den Sprachgebrauch in anderen EU-Institutionen betrifft, ja, da gibt es Probleme. Leider gibt es einen krassen Gegensatz zwischen Theorie und Praxis. Während der letzten Jahre habe ich bemerkt, dass der Status der Amtssprachen nur auf dem Papier existiert und dass sich innerhalb der EU-Institutionen aufgrund eines Mangels klarer Regeln eigene Bräuche und Sitten entwickelt haben.


Dirk Sterckx (Niederlande)

Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass meine Erfahrungen mit den Übersetzungs- und Dolmetschdiensten der Europäischen Union sehr positiv sind. Bei jeder Sitzung von Fraktion, Kommission oder Plenum ist ein Simultandolmetschdienst immer für alle zwanzig Amtssprachen der Union verfügbar.

Was ich als Nachteil erfahren habe ist der Umstand, dass Simultandolmetschen die Spontaneität einer Debatte zerstört. Hinzu kommt, dass einige meiner Kollegen versuchen, sich auf Englisch verständlich zu machen, nicht immer korrekt, und das verursacht Übersetzungsprobleme bei den Dolmetschern. Darum bevorzuge ich aus Gründen der Klarheit, dass sich jeder Parlamentarier in seiner eigenen Sprache ausdrückt.

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