Das Nitobe-Zentrum für sprachliche Gleichheit in der EU bemüht sich, das Niveau und die Intensität der öffentlichen und politischen Debatten im zusammenwachsenden Europa zu erhöhen, um einen gemeinsamen, konstruktiven, realistischen sprachpolitischen Rahmen zu entwickeln, der für einen Ausgleich zwischen Schutz und Anerkennung sprachlicher Vielfalt und dem Bedürfnis nach wirksamer, hochwertiger Verständigung zwischen allen EU-Bürgern sorgt.
Die Anregung zu dem Zentrum entstand aus einer Tagungsreihe (den Nitobe-Symposien) in den Jahren 1996–2005, die vom Zentrum für Erforschung und Dokumentation des weltweiten Sprachenproblems veranstaltet wurde. Diese Tagungen brachten Aktivisten, Wissenschaftler, Beamte und Politiker zu einer Diskussion der sprachlichen Dimensionen der europäischen Integration und der Globalisierung zusammen. Das vierte Symposium (30. Juli – 1. August 2005 in Wilnius, Litauen) konzentrierte sich vor allem auf das Bedürfnis nach einer breiteren, gut informierten Diskussion über die politischen Aspekte von Sprache und Kommunikation in allen Mitgliedsstaaten der EU.
Gemäß den Beschlüssen des vierten Nitobe-Symposiums unterstützt das Nitobe-Zentrum Kampagnen für die folgenden Ziele:
Das Nitobe-Zentrum vereinigt einen mehrsprachigen Netzauftritt mit einem europaweiten Netz von Freiwilligen und will so den Austausch von Ideen, Informationen und Initiativen zu einem breiten Spektrum von Themen mit Bezug zu sprachlicher Vielfalt und Kommunikation erleichtern. Im Rahmen seiner begrenzten Mittel versucht das Zentrum, ein Modell wirksamer Zusammenarbeit über Sprachgrenzen hinweg zu verwirklichen. Es begrüßt Beiträge in allen offiziellen und inoffiziellen europäischen Sprachen und macht sie durch Übersetzung für Anderssprachige zugänglich. Viele internationale Projekte werden unter Einsatz der neutralen Sprache Esperanto geplant und koordiniert.
Die Gründung des Zentrums wurde von der US-amerikanischen Forschungsstiftung Esperantic Studies Foundation finanziert. Wir begrüßen Kontakte mit möglichen Partnern und Mitunterstützern.